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Hinter Schiller statt Chiller verbirgt sich eine junge Truppe aus Meiningen, die sich kreativ mit dem Leben und der Persönlichkeit Schillers auseinandersetzt. Einmal die Woche treffen sich die jungen Künstler in den "schillernden Räumen" und nähern sich dem Dichter, indem sie Bezüge zu ihrer Lebenswelt und ihren Leidenschaften mit Hilfe von Graffiti, Musik und Film herstellen. Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen, die bislang nicht künstlerisch gearbeitet haben, die Möglichkeit zu geben, sich kommunikative, kreative und soziale Fähigkeiten zu erarbeiten.
Die Jugendlichen im Workshop Graffiti gestalten unter der Leitung von Emanuel Klee (24, freischaffender Künstler aus Meiningen) Platten, die zu einer Collage zusammengeführt werden. Im Mittelpunkt der grafischen Auseinandersetzung stehen neben Textbausteinen und Zitaten von Schiller, Aspekte aus seiner Biografie sowie eigene thematische Interpretationen der Jugendlichen.
Der Workshop Musik, geleitet von Henry Nahrstedt (22, Student der Sozialen Arbeit und Musiker), hat die Produktion einer Schiller statt Chiller-CD zum Ziel. Hauptelemente der musikalischen Kreationen sind Rap und das rhythmische Arbeiten mit Alltagsgegenständen. Die Jugendlichen greifen sich zentrale Begriffe und Zitate aus dem Repertoire von Schillers Leben und Werk heraus und verarbeiten diese textlich und musikalisch.
Im Workshop Film entstehen Kurzclips im Rahmen des "Schiller tivi". Die Filmtruppe führt Interviews, die sich auf leidenschaftliche Situationen in Schillers Werken beziehen. "Schiller tivi" dreht darüber hinaus einen Clip über Orte in Meiningen, an denen sich der Dichter aufgehalten hat. Die Clips werden auf dem Blog www.schillerstattchiller.wordpress.com veröffentlicht. Der Filmworkshop wird von Nikolai Warth (25, Student der Theologie und Freiberufler) geleitet.
Schiller statt Chiller wird von Projekte M e. V. (www.projekte-m.de) in Zusammenarbeit mit der Schule am Pulverrasen und der Schule am Kiliansberg durchgeführt. Eine Veranstaltung in Meiningen, auf der die Jugendlichen ihre künstlerischen Beiträge der öffentlichkeit präsentieren, ist in Planung.


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